05.04.2016 / LIGA - Kreispokal  vs. TSB Flensburg / SH-Liga - (Quelle Shz /SN / mb) 

Zufriedene Verlierer - Kreispokal ohne Verlängerung: Friedrichsberg unterliegt dem TSB Flensburg im Elfmeterschießen

05.04.2016 / Schleswig

Im Phrasenschwein hätte es ordentlich geklingelt: Friedrichsbergs Teammanager Sven Scherner meinte nach den letzten spannenden 15 Minuten eines ansonsten ermüdenden Kreispokalspiels: „Elfmeterschießen ist immer Glücksache.“ Dem stimmte nach der Entscheidung TSB-Trainer „Jockel“ Press Kopf nickend am Wurststand zu und auch TSV-Coach Erik von Lanken wollte das beim Verzehr des halben Wurstbrötchens im Clubhaus nicht verneinen.

Geld floss dann doch nicht, aber in beiden Lagern der Kreispokal-Viertelfinalisten herrschte nach dem 4:3-Erfolg des SH-Ligisten gegen den Verbandsligisten nach Elfmeterschießen ohne Verlängerung Zufriedenheit. Erik von Lanken war nach dem Kick im Dauerregen bei einbrechender Dunkelheit angetan vom „konzentrierten Auftritt“ seiner Mannschaft. „Es war schön für uns, gegen ein Team zu spielen, das das Spiel macht. Und wir haben wieder zu Null gespielt“, kommentierte von Lanken.

Keeper Jason Helbighütete für den beruflich verspäteten Sascha Petersen das Tor der Gastgeber und parierte die Bälle, die auf seinen Kasten kamen mit Bravour. Das gab Sonderlob vom Trainer: „Jason hat seine Sache richtig gut gemacht und auch einen Elfer super gehalten. Er hat gezeigt, dass wir einen guten zweiten Torhüter haben.“

Friedrichsbergs Tim Christoph Schubert scheiterte im Elfmeterschießen wie Harm Ohm und Julian Schröder an TSB-Keeper Nommensen. Noch größeres Pech: Sein Abschluss in der letzten Minute der regulären Spielzeit nach einem langem Ball und langem Sprintduell mit seinem Gegenspieler landete in den Armen von Nommensen. Zuschauer Sven Scherner stampfte auf Augenhöhe des Strafraums mit dem Fuß und hätte beinahe seinen Schirm verloren. „Wow , das wäre es doch gewesen“, meinte der 48-Jährige, wahrte dann aber schelmisch die Neutralität. „Das hätte vielleicht den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, sagt man doch ?“

Der Elfer interessierte Schubert rein gar nicht. Ich hätte das Ding schon vorher reinmachen müssen“, meinte der Friedrichsberger Offensive. Als Pechvogel der Partie wollte sein Trainer ihn keinesfalls sehen. „Meine Jungs sind 90 Minuten unheimlich viel gelaufen. Wäre die Szene in der 20. Minute geschehen, hätte Schubert den reingemacht.“

Flensburgs Trainer indes war selbstverständlich mit dem Ausgang des Elfmeterschießens zufrieden, auch mit dem Streichen der Verlängerung. „Der Schiedsrichter hat das schon richtig gemacht, es wurde ja immer dunkler“, meinte Press, den im Nachhinein ganz andere Sorgen plagten. Im Pokalspiel hatte der Coach nur 13 Spieler zur Verfügung. Sandro Holland (Nasen-OP) und Lasse Sohrweide (Weisheitszahn-OP) fehlten. Zur Pause musste der Coach Thomas Lohner wegen Beschwerden im Oberschenkel gegen Madhi Al-Magdi auswechseln. „Hoffentlich war das noch rechtzeitig“, meinte Press mit Blick auf die SH-Liga-Partie am Sonnabend (14.30 Uhr) beim TSV Kropp. Ansonsten sah auch er ein nicht sehr ideenreiches Spiel seiner Mannschaft gegen eine gut gestaffelte Friedrichsberger Defensive. Die zunehmende Überlegenheit in der zweiten Hälfte vermochte sein Team nicht in Tore umzumünzen. „Und bei dem Ding in der 90. Minute haben wir sogar Glück gehabt“, sagte Press. Glück – das auch zum Elfmeterschießen gehört.

TSV Friedrichsberg: Helbig – Yildirim, Schröder, Callsen, Thomsen – Kybella (62. Jöhnk) – P. Nielsen, Klesing, Ohm, Schubert – Pagel (57. Mauriczat)

TSB Flensburg: Nommensen – Schmeling, Ingwersen, Vosgerau, Lüthje – Gömpel, Hansen – Lohner (46. Al-Magdi), Puttins – Duratovic, Carstensen

Schiedsrichter: Phillip Ruback (FC Wiesharde) – Zuschauer: 100Beste Spieler: Hansen, Puttins/ Helbig, Callsen. – Verwandelte Elfmeter: Jöhnk, Yildirm, Callsen – Hansen, Ingwersen, Carstensen, Lühtje.

Besondere Vorkommnisse/ LIGA START  -  Unser A-Jugend Kapitän Lasse Kybelka absolvierte heute sein erstes Spiel für die 1.Herren im Kreispokal gegen TSB Flensburg. Er spielte von Anfang an und wurde nach 60 Minuten ausgewechselt. Solide Leistung gegen den SH Ligisten und nach 90 Minuten stand es 0:0. Sein TEAM:  Wir gratulieren:)


Spielbericht / ( Quelle FLENS- ARENA )  

Der ersatzgeschwächte TSB Flensburg bewies bei seinem Halbfinal-Einzug Nervenstärke. Erst hatte der TSB Glück, dass den Hausherren in der Schlussminute bei einem Konter die Puste ausging und rettete sich quasi in die Verlängerung. Weil es aber so dunkel war, ging es direkt ins Elfmeterschießen. Obwohl Sandi Duratovic und später Lars-Ole Puttins vom Punkt scheiterten, netzte Niklas Lüthje letztlich den entscheidenden »Elfer« zum 4:3-Sieg ein. So richtig freuen kann sich TSB-Trainer »Jockel« Press jedoch nicht. Fehlten Lasse Sohrweide (Zahn-OP) und Sandro Holland (Nasen-OP) ohnehin schon, so musste Press im Pokalspiel auch Thomas Lohner aufgrund muskulärer Probleme auswechseln. »Ich bin bei solchen Spielen immer hin- und hergerissen. Wir freuen uns natürlich, wenn wir gewinnen, das bedeutet nun aber wieder ein Pflichtspiel mehr in einem ohnehin schon engen Programm«, sagte Press.  // Marc Reese 


Vorschau:  ( Quelle SHZ /SN –mb)

Die Überschneidung der beiden Pokaltermine (wir berichteten) ist für den TSV Friedrichsberg einen Tag vor der Partie gegen den TSB Flensburg kein Thema mehr. „Auf Grund der derzeitigen sportlichen Situation hätte ich die Partie gerne später gehabt“, sagt Liga-Manager Sven Scherner. „Aber jetzt wird gespielt.“ Mit dem 1:0-Erfolg beim Heider SV II feierte die Mannschaft von Trainer Erik von Lanken nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Aber der TSB ist ein anderes Kaliber und für die Zuschauer höchst interessant. „Ein Pokalspiel gegen eine der besten Mannschaften der Region, da kann sich ein Besuch schon lohnen“, sagt Scherner. „Sportlich kommt der TSB vielleicht sogar gerade recht. Man kann auch am Gegner wachsen“, sagt Scherner.

So sieht es auch Michael Schröder. „Die Mannschaft hat sich in Heide viel erarbeitet, viel investiert, vieles richtig gemacht und geht gestärkt in die Partie“, sagt der Friedrichsberger Co-Trainer, der das Team heute einstimmen wird. Von Lanken stößt nach einem Kurzurlaub rechtzeitig dazu. „Positiv ist, dass der TSB das Spiel machen wird. Wir werden nicht so hoch stehen, aber unsere Chancen bekommen“, beschreibt Schröder die Marschrichtung. Die dürfte ähnlich der des TuS Hartenholm sein, der mit seinem 2:1-Sieg in Flensburg überraschte. Die TSB-Truppe fühlte sich „eingelullt“. -mb –
 

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